MAN eTGX Elektro-Lkw lädt mit 750 kW im Wintertest – Megawatt-Power für den Schwerlastverkehr
Die Elektrifizierung des Schwerlastverkehrs nimmt Fahrt auf – und der MAN eTGX Elektro-Lkw liefert dafür neue Praxiserkenntnisse. Bei den MCS Live Winter Days 2026 in Schweden demonstrierte MAN Truck & Bus die öffentliche Megawatt-Ladefähigkeit seines Fernverkehrs-Stromers unter realen Winterbedingungen. Im Fokus: 750 Kilowatt Ladeleistung im Megawatt Charging System (MCS) bei Minusgraden und industriellen Lastanforderungen.
Was bedeutet das für Flottenbetreiber, Logistiker und die Infrastrukturplanung? Der Praxistest liefert Antworten – und rückt den Hochlauf des Megawatt-Ladens im Schwerlastverkehr ein gutes Stück näher.
Bereits im Vorfeld wurde über den MAN eTGX Elektro-Lkw berichtet, der nun unter extremen Bedingungen seine Leistungsfähigkeit unter Beweis stellte.
Wintertest in Norrköping: 750 kW unter realen Bedingungen
Im schwedischen Norrköping zeigte der MAN eTGX Elektro-Lkw, was im Megawatt Charging System technisch möglich ist. Bei niedrigen Temperaturen lud das Fahrzeug mit rund 750 Kilowatt – öffentlich, unter realen Einsatzbedingungen und mit industriellen Lastanforderungen.
Gerade im schweren Fernverkehr sind verlässliche Ladezeiten ein entscheidender Faktor. Die Demonstration erfolgte im Rahmen der Kempower MCS Live Winter Days 2026 auf dem Gelände eines Industriekunden. Ziel war es nicht nur, maximale Leistung zu demonstrieren, sondern vor allem die Stabilität des Ladevorgangs sicherzustellen.
Der MAN eTGX Elektro-Lkw bewies dabei eine kontrollierte Ladeleistung sowie eine stabile Kommunikation zwischen Fahrzeug und Ladesäule – selbst bei winterlichen Temperaturen. Für Speditionen, die ganzjährig planen müssen, sind solche Ergebnisse von hoher Relevanz.
Interoperabilität als Schlüssel für den Hochlauf
Ein zentrales Thema der Tests war die technische Interoperabilität. Der MAN eTGX Elektro-Lkw wurde so ausgelegt, dass er mit Ladeinfrastruktur verschiedener Hersteller kompatibel ist. Diese Fähigkeit gilt als Voraussetzung für den industriellen Hochlauf des Megawatt-Ladens im Schwerlastverkehr.
MAN testet nach eigenen Angaben systematisch die Kompatibilität mit führenden Herstellern von Ladesäulen. Das Ziel: ein reibungsloses Zusammenspiel von Hard- und Softwareintegration. Gerade im Megawatt-Bereich entscheidet die fehlerfreie Kommunikation über Sicherheit, Effizienz und Wirtschaftlichkeit.
Für Flottenbetreiber bedeutet das Planungssicherheit. Denn nur wenn der MAN eTGX Elektro-Lkw an unterschiedlichen Standorten zuverlässig laden kann, lässt sich Elektromobilität im Fernverkehr wirtschaftlich betreiben.
10 auf 90 Prozent in rund 30 Minuten
Das Megawatt Charging System soll es ermöglichen, den Ladezustand von zehn auf 90 Prozent in etwa 30 Minuten zu erhöhen. Für den MAN eTGX Elektro-Lkw eröffnet diese Ladegeschwindigkeit neue Perspektiven im Fernverkehr.
Kurze Standzeiten sind im Logistikalltag essenziell. Wenn sich Ladepausen mit gesetzlich vorgeschriebenen Lenk- und Ruhezeiten synchronisieren lassen, steigt die operative Effizienz deutlich. Der Wintertest zeigte, dass der MAN eTGX Elektro-Lkw auch unter anspruchsvollen Bedingungen eine stabile Ladeperformance bietet.
Die kontrollierte Leistungsabgabe und die sichere Kommunikation zwischen Fahrzeug und Säule unterstreichen dabei den Reifegrad der Technologie für den geplanten Serieneinsatz.
Serienstart der MCS-Option im zweiten Quartal 2026
Für Unternehmen besonders interessant: Die vollelektrischen Modelle MAN eTGX Elektro-Lkw und MAN eTGS können bereits mit der MCS-Option bestellt werden. Die Produktion dieser Ausstattungsvariante startet im zweiten Quartal 2026.
Damit schafft MAN frühzeitig die Grundlage für eine Skalierung der Megawatt-Technologie im Markt. Wer heute investiert, sichert sich Zugang zu einer Ladeinfrastruktur, die speziell auf den Bedarf schwerer Nutzfahrzeuge zugeschnitten ist.
Der MAN eTGX Elektro-Lkw positioniert sich damit als Baustein für emissionsarme Transportketten – insbesondere im internationalen Fernverkehr, wo Reichweite, Ladegeschwindigkeit und Verfügbarkeit entscheidend sind.
Bedeutung für die betriebliche Mobilität
Für Fuhrparkmanager und Entscheider in der betrieblichen Mobilität liefert der Wintertest klare Signale: Der MAN eTGX Elektro-Lkw ist auf reale Anforderungen vorbereitet. Die Kombination aus hoher Ladeleistung, stabiler Kommunikation und getesteter Interoperabilität reduziert technische Risiken.
Zugleich zeigt die Demonstration, dass Megawatt-Laden nicht nur ein theoretisches Konzept ist, sondern unter Praxisbedingungen funktioniert. Für die Transformation des Schwerlastverkehrs ist das ein entscheidender Schritt.
Der MAN eTGX Elektro-Lkw hat bei den MCS Live Winter Days 2026 eindrucksvoll gezeigt, dass Megawatt-Laden mit 750 kW auch bei Minusgraden stabil funktioniert. Interoperabilität, kontrollierte Ladeleistung und sichere Kommunikation standen im Mittelpunkt der Tests. Mit bestellbarer MCS-Option und Produktionsstart im zweiten Quartal 2026 schafft MAN konkrete Perspektiven für den elektrischen Fernverkehr. Für Flottenbetreiber bedeutet das mehr Planungssicherheit und neue Möglichkeiten im emissionsfreien Schwerlasttransport.









