Škoda im Fokus – Produktionsstandorte als Erfolgsfaktor
Der tschechische Automobilhersteller Škoda hat im Jahr 2024 ein neues Produktionshoch erreicht: Über 925.000 Fahrzeuge rollten weltweit von den Bändern – eine Steigerung von 4,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Doch die Zahl allein erzählt nicht die ganze Geschichte. Die beeindruckende Vielfalt an Standorten, die Flexibilität der Produktionslinien und die Internationalisierung des Unternehmens unterstreichen den Erfolg der Marke. Von Tschechien bis Vietnam, von der Elektromobilität bis zu kompakten SUVs – die Produktionsstandorte von Škoda sind ein wichtiger Motor der globalen Expansion.
Škodas Herzstück: Produktionsstandorte in Tschechien
Die tschechischen Werke bilden das Rückgrat der Škoda-Produktion. In Mladá Boleslav, dem Stammsitz des Unternehmens, wurden 2024 rund 575.000 Fahrzeuge gefertigt – darunter Bestseller wie der Octavia sowie die elektrische Enyaq-Reihe. Besonders bemerkenswert ist die einzigartige Produktionslinie, die Fahrzeuge mit konventionellen Antrieben und Elektrofahrzeuge parallel herstellen kann. Diese Flexibilität ermöglicht es Škoda, effizient auf veränderte Marktnachfragen zu reagieren.
Auch das Werk Kvasiny, das 2024 sein 90-jähriges Bestehen feierte, zeigte mit 248.000 produzierten Einheiten seine Stärke. Hier liefen Modelle wie der Karoq und die neue Kodiaq-Generation vom Band. Beide Standorte beweisen, dass Škoda nicht nur auf Stückzahlen, sondern auch auf Diversifikation setzt.
Foto: Škoda
Internationale Präsenz: Indien und Vietnam im Fokus
2024 war ein Meilensteinjahr für Škoda außerhalb Europas. In Indien baute das Unternehmen seine Kapazitäten aus und brachte das kompakte SUV Kylaq auf den Markt – das erste Škoda-Modell unter vier Metern Länge. Im Werk Pune wurde die Produktionskapazität um 30 Prozent gesteigert, um der Nachfrage gerecht zu werden. Indien dient zudem als strategisches Exportzentrum für Regionen wie ASEAN und den Nahen Osten.
Parallel dazu hat Škoda in Vietnam die Grundlagen für den Fahrzeugbau gelegt. Ab 2025 sollen hier Knocked-down-Bausätze aus Indien montiert werden. Mit diesem Schritt will Škoda nicht nur den vietnamesischen Markt erobern, sondern auch Zugang zu anderen ASEAN-Staaten gewinnen.
Schlüsselkomponenten aus Mladá Boleslav: Motoren und Batterien
Neben der Fahrzeugproduktion spielt die Herstellung von Komponenten eine entscheidende Rolle. In Mladá Boleslav fertigte Škoda 2024 fast 500.000 Motoren sowie über eine Million Getriebe. Besonders bemerkenswert ist die Produktion von Batteriesystemen: 227.000 Traktionsbatterien für die MEB-Plattform und 53.600 Plug-in-Hybrid-Batterien wurden hergestellt. Diese Komponenten kommen nicht nur in Škoda-Modellen, sondern auch bei anderen Marken des Volkswagen Konzerns zum Einsatz.
Das CO2-neutrale Werk Vrchlabí ergänzte die Produktionsleistung mit 710.600 DSG-Getrieben. Diese zukunftsorientierte Ausrichtung unterstreicht die Bedeutung von Nachhaltigkeit in Škodas Strategie.
Globaler Wachstumskurs: Neue Perspektiven in Kasachstan und der Slowakei
Auch in Kasachstan und der Slowakei verzeichnete Škoda 2024 Fortschritte. In Kasachstan begann die Montage von Modellen wie Kodiaq und Octavia aus semi-knocked-down-Bausätzen. Für 2025 plant das Unternehmen, die Produktion weiter auszubauen und zusätzliche Modelle hinzuzufügen. In der Slowakei rollte die neue Generation des Superb vom Band, der gemeinsam mit dem Volkswagen Passat entwickelt wurde.
Škoda setzt auf Expansion und Flexibilität
Das Jahr 2024 zeigt eindrucksvoll, wie Škoda seine Produktionsstandorte optimiert und internationalisiert hat. Von der effizienten Produktion in Tschechien über die Erweiterung in Indien und Vietnam bis hin zur strategischen Komponentenanpassung – Škoda beweist Innovationskraft und Anpassungsfähigkeit. Mit der Kombination aus bewährter Expertise und globaler Expansion bleibt der Automobilhersteller auch 2025 auf Erfolgskurs.
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ŠKODA
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