DHL und Nachhaltigkeit sind längst zentrale Themen der betrieblichen Mobilität. Der weltweit agierende Logistikkonzern steht unter hohem Druck, Transporte effizienter, emissionsärmer und widerstandsfähiger zu gestalten. Gerade für Unternehmen mit komplexen Lieferketten ist relevant, wie konsequent große Anbieter ihre Klimaziele verfolgen. DHL hat sich das Ziel gesetzt, bis 2050 Netto-Null-Treibhausgasemissionen zu erreichen. Die Entwicklungen des Jahres 2025 zeigen, dass Nachhaltigkeit bei DHL nicht nur ein strategisches Schlagwort ist, sondern operativ entlang aller Verkehrsträger umgesetzt wird.
Nachhaltige Luftfracht als Schlüssel zur Emissionssenkung
Die Luftfracht bleibt trotz Effizienzgewinnen der emissionsintensivste Transportmodus. DHL setzt hier gezielt auf nachhaltige Flugkraftstoffe. Im Jahr 2025 wurde eine der größten SAF-Vereinbarungen der Unternehmensgeschichte geschlossen. Über einen Zeitraum von drei Jahren werden mehr als 240.000 Tonnen nachhaltiger Treibstoff eingesetzt. Dadurch lassen sich die Emissionen über den gesamten Lebenszyklus um mehrere hunderttausend Tonnen CO₂e reduzieren. Für Verlader mit hohem Luftfrachtanteil wird DHL damit zu einem wichtigen Partner, wenn Nachhaltigkeit messbar verbessert werden soll.
Fotos: Deutsche Post AG
Wasserstoff-Lkw für den Fernverkehr
Während batterieelektrische Fahrzeuge auf der letzten Meile überzeugen, rückt im Fernverkehr Wasserstoff in den Fokus. DHL testet wasserstoffbetriebene Lkw bereits in mehreren Weltregionen und erweitert diese Aktivitäten nun auf den Nahen Osten. In Saudi-Arabien wurde ein Pilotprojekt gestartet, das auch die notwendige Infrastruktur betrachtet. Für die betriebliche Mobilität ist dieser Ansatz relevant, da Wasserstoff größere Reichweiten ermöglicht und schwere Nutzfahrzeuge perspektivisch ohne lokale Emissionen betreiben kann. Nachhaltigkeit bei DHL zeigt sich hier als technologieoffen und langfristig gedacht.
Seefracht mit alternativen Kraftstoffen
Der Großteil des globalen Warenverkehrs erfolgt über den Seeweg. Entsprechend hoch ist das Potenzial zur Emissionsreduktion. DHL kooperiert mit einem internationalen Reedereipartner beim Einsatz von Biokraftstoffen der zweiten Generation. Der Einsatz von mehreren tausend Tonnen alternativer Kraftstoffe senkt die CO₂e-Emissionen über den gesamten Lebenszyklus deutlich. Für Unternehmen mit interkontinentalen Lieferketten ist das ein wichtiger Hebel, um Nachhaltigkeit nicht nur zu dokumentieren, sondern aktiv zu verbessern.
Elektrische Zustellung auf der letzten Meile
Die letzte Meile ist für viele Städte der sichtbarste Teil der Logistik. DHL verfolgt das Ziel, diesen Bereich konsequent zu elektrifizieren. In Deutschland wurde 2025 die bislang größte Einzelbestellung von Elektrotransportern umgesetzt. Bereits heute ist ein erheblicher Teil der Zustellung lokal emissionsfrei unterwegs. Ergänzt wird die Flotte durch E-Bikes, E-Trikes und weitere leichte Elektrofahrzeuge. Für das Fuhrparkmanagement zeigt sich hier, wie Nachhaltigkeit bei DHL mit Skaleneffekten und operativer Alltagstauglichkeit verbunden wird.
Solarenergie für energieautarke Logistikzentren
Nachhaltigkeit endet bei DHL nicht beim Transport. Auch die Infrastruktur wird systematisch umgestellt. In Asien ging ein Logistikzentrum in Betrieb, das seinen Energiebedarf vollständig selbst erzeugt. Eine leistungsstarke Solaranlage in Kombination mit Batteriespeichern sorgt für Unabhängigkeit vom fossilen Stromnetz. Dieses Modell reduziert nicht nur Emissionen, sondern erhöht auch die Versorgungssicherheit. Für die betriebliche Mobilität entsteht so ein Gesamtsystem, das Transport und Energie intelligent verbindet.
DHL zeigt, wie Nachhaltigkeit entlang der gesamten Logistikkette umgesetzt werden kann. Von nachhaltigen Kraftstoffen in der Luft- und Seefracht über alternative Antriebe im Fernverkehr bis hin zur elektrischen Zustellung und energieautarken Standorten wird deutlich: Die Transformation ist bereits im Gange. Für Unternehmen, die ihre eigene Mobilitätsstrategie zukunftsfähig ausrichten wollen, bietet DHL konkrete Lösungen, die ökologische Ziele mit betrieblicher Effizienz verbinden.
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