Die Bus-Vergabe zwischen MAN und der Deutschen Bahn zählt zu den größten Beschaffungsprojekten im deutschen öffentlichen Personennahverkehr. Für Betreiber, Kommunen und Mobilitätsverantwortliche ist diese Entscheidung weit mehr als ein reiner Fahrzeugkauf. Sie zeigt, wohin sich die strategische Ausrichtung von Busflotten in den kommenden Jahren entwickelt: weg von Einzelbeschaffungen, hin zu flexiblen, langfristigen Rahmenverträgen mit klarer technologischer Ausrichtung. Im Zentrum stehen dabei Wirtschaftlichkeit, Betriebssicherheit und ein wachsender Anteil emissionsfreier Fahrzeuge.
Rahmenvertrag mit langfristiger Perspektive
Im Zuge der aktuellen Bus-Vergabe haben MAN und die Deutsche Bahn einen Rahmenvertrag für den Zeitraum von 2027 bis 2032 geschlossen. Vereinbart ist die Lieferung von mehr als 3.000 Bussen, die bundesweit im Regionalverkehr eingesetzt werden sollen. Abrufberechtigt ist dabei die DB Regio AG, die ihre Busflotten in Stadt- und Überlandverkehren kontinuierlich modernisiert.
Die Vergabe stärkt die Position von MAN als Hauptlieferant und sichert der Deutschen Bahn gleichzeitig eine hohe Planungssicherheit. Dank des modularen Vertragsmodells können Fahrzeuge bedarfsgerecht und linienbezogen abgerufen werden – ein entscheidender Vorteil für Verkehrsunternehmen mit stark schwankenden Anforderungen.
Fotos: MAN Truck & Bus SE
Langjährige Zusammenarbeit zahlt sich aus
Die aktuelle Bus-Vergabe baut auf einer Partnerschaft auf, die bereits seit 2010 besteht. In den vergangenen 15 Jahren wurden nahezu 5.000 Busse von MAN an die Deutsche Bahn ausgeliefert. Diese Fahrzeuge sind heute im täglichen Einsatz und prägen den Busverkehr in vielen Regionen Deutschlands.
Die kontinuierliche Zusammenarbeit ermöglicht eine enge Abstimmung zwischen Hersteller und Betreiber. Fahrzeugkonzepte, Wartungsstrategien und technische Weiterentwicklungen werden gemeinsam vorangetrieben. Für die Deutsche Bahn bedeutet das: verlässliche Fahrzeuge, kalkulierbare Betriebskosten und eine einheitliche Flottenstruktur.
Breites Fahrzeugportfolio für Stadt und Überland
Ein zentraler Bestandteil der Bus-Vergabe ist die Vielfalt der bestellten Modelle. Für den Überlandverkehr kommen MAN Lion’s Intercity LE Fahrzeuge zum Einsatz. Das Low-Entry-Konzept verbindet hohen Fahrgastkomfort mit effizientem Kraftstoffverbrauch und ist in drei Längenvarianten verfügbar.
Im Stadtverkehr setzt die Deutsche Bahn auf die MAN Lion’s City Familie. Neben klassischen Diesel- und CNG-Varianten stehen auch Busse mit dem MAN EfficientHybrid-System zur Verfügung. Dieses System reduziert den Verbrauch im Stop-and-go-Verkehr und senkt die Lebenszykluskosten – ein entscheidender Faktor für kommunale Auftraggeber.
Elektrobusse als strategischer Schwerpunkt
Ein wesentlicher Teil der Bus-Vergabe entfällt auf batterieelektrische Fahrzeuge. Die MAN Lion’s City E Baureihe bildet dabei das Rückgrat der elektrischen Busstrategie der Deutschen Bahn. Die Fahrzeuge sind in 10-, 12- und 18-Meter-Versionen verfügbar und decken damit ein breites Einsatzspektrum ab.
Die elektrischen Stadtbusse punkten mit geräuscharmem Betrieb, hoher Fahrgastkapazität und leistungsstarken Antriebskomponenten aus eigener Fertigung. Besonders auf stark frequentierten Linien spielen die 18-Meter-Gelenkbusse ihre Vorteile aus, während kompakte Varianten für enge Innenstädte ausgelegt sind.
Weitere Details zur Bus-Vergabe zwischen MAN und der Deutschen Bahn zeigen, wie konsequent der Fokus auf nachhaltige Flottenmodernisierung gelegt wird.
Bedeutung für den Mobilitätsmarkt
Die aktuelle Bus-Vergabe von MAN und Deutscher Bahn wirkt weit über die beiden Vertragspartner hinaus. Sie setzt klare Signale für Verkehrsunternehmen, Aufgabenträger und Hersteller. Langfristige Rahmenverträge, technologische Offenheit und ein wachsender Anteil elektrischer Busse werden zum neuen Referenzmodell für große Flottenbetreiber.
Gleichzeitig stärkt der Auftrag den Produktionsstandort Deutschland und sichert industrielle Wertschöpfung im Nutzfahrzeugbereich. Für den öffentlichen Verkehr bedeutet dies moderne Fahrzeuge, hohe Verfügbarkeit und eine schrittweise Transformation der Busflotten.
Die Bus-Vergabe zwischen MAN und der Deutschen Bahn zeigt, wie strategische Beschaffung im öffentlichen Verkehr heute aussieht. Langfristige Verträge, ein breites Fahrzeugportfolio und der gezielte Ausbau elektrischer Antriebe schaffen die Basis für einen zuverlässigen und wirtschaftlichen Busbetrieb. Für die Branche ist dieser Abschluss ein klarer Hinweis darauf, welche Anforderungen zukünftige Flotten erfüllen müssen.
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